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Freitag, 13. November 2015

November 2015 - Israel und Deutschland

Während  in Jerusalem,  der Hauptstadt des jüdischen Staates, junge Palästinenser dadurch zu "Helden ihres Volkes" werden, dass sie dort und an anderen Orten Israels via Messerattacken, sprich des Abschlachtens von Juden,  der jahrzehntelangen Hetze seitens der Palästinensischen Autonomiebehörde Taten folgen lassen, hat die EU nichts Besseres zu tun, als gerade jetzt eine Richtlinie von 2010 umzusetzen und Produkte aus Israel zu "labeln", die sie als nicht zum jüdischen Staat gehörig definiert.

So führt die EU eine Kennzeichnungspflicht allein für den jüdischen Staat Israel ein und lässt alle diejenigen Länder, die auch offene Grenzfragen haben, weiterhin unbehelligt.

Dadurch legt die EU einen anderen Maßstab für Israel an. Diesen doppelten Standard kann man nur (nach einer gängigen
europäischen Arbeitsdefinition zum Antisemitismus)  als antisemitisch motiviert werten.

Zwar betonen die Verteidiger dieser antiisraelischen Maßnahme, dass es sich dabei ja nicht um eine Boykott-Aktion handle, sondern man dem Verbraucher nur eine informierte Kaufentscheidung ermöglichen wolle. Doch ist die Maßnahme in ihrer Einseitigkeit Bestandteil des 
"lawfare" gegen den jüdischen Staat, die eben doch unweigerlich Assoziationen an "Kauft nicht bei Juden" erweckt.
Die Maßnahme ist nicht nur einseitig sondern auch insofern unverhältnismäßig, dass man dem EU-Bürger zwar zu wissen ermöglichen will, ob das Stück Obst im Regal in der Sharon-Ebene oder 20 km weiter östlich abgepflückt worden ist, während die deutsche Bundesregierung  erklärt, dass man scheinbar nichts machen könne, wenn Zehntausende von Flüchtlinge sich in Deutschland aufhalten, ohne dass diese registriert seien oder man deren Identität kenne.

Es sprechen einige gute Gründe dafür, dass Abbas in seiner letzten Rede vor der UN, als er das Oslo-Abkommen "aufgekündigt" hat, diese perfide Messerintifada mit initiierte.
Während man also  durch "Kennzeichnungspflichten" den jüdischen Staat in der Weltgemeinschaft  immer weiter ausgrenzt, ist keine Maßnahme gegen die Palästinensische Autonomiebehörde seitens der EU bekannt geworden. Das heißt, dass weiter  EU-Gelder an diese korrupte PA-Behörde fließen werden, die schon oftmals für die Finanzierung des Terrors gegen Juden verwendet worden sind.
Wir fordern die Bundesregierung auf,  mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese israelfeindlichen Maßnahmen der EU vorzugehen und keine Diskriminierungsaktion gegen den jüdischen Staat  zu unterstützen.

AKTUELL: Mit dem heutigen Attentat auf  israelische Insassen eines Autos in der Nähe von Hebron steigt die Zahl der Opfer, die seit dem jüdischesn Neujahrsfest im September durch feige Terrorattacken ihr Leben verloren auf 15, während im gleichen Zeitraum hunderte von Israelis verwundet wurden.   

Samstag, 6. November 2010

NEUES VON MATTHIAS KÜNTZEL : Vom ,kritischen' zum kriecherischen Dialog

Deutsche Kulturpolitiker in Teheran · Von Matthias Küntzel
Am kommenden Montag (8. November 2010) wird der „Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik“ des Deutschen Bundestag hinter verschlossenen Türen ein Thema von überragender Bedeutung diskutieren: Das Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zum iranischen Regime. Auf der Tagesordnung steht der „Bericht der Bundesregierung über die deutsch-iranischen Kulturbeziehungen“ sowie eine Diskussion über “die Ergebnisse der Reise des ,Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik’ in den Iran“.
Eine Delegation dieses Ausschusses hatte den Iran vom 16. bis 22. Oktober 2010 auf Einladung von Gholam Ali Haddad Adel, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses des iranischen Parlaments, besucht. Neben dem Delegationsleiter Peter Gauweiler (CSU) nahmen die Abgeordnete Monika Grütters (CDU), der ehemalige Staatsminister im Auswärtigen Amt, Günter Gloser (SPD), die Fernsehjournalistin Luc Jochimsen (DIE LINKE) sowie die Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth, an der Reise teil.
Parallel besuchten Mitarbeiter der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP) unter Leitung ihres Direktors Volker Perthes das Land. Eine Gesprächsoffensive startete gleichzeitig auch Bernd Erbel, der deutsche Botschafter in Teheran, der den Weisungen des Auswärtigen Amts unterliegt....

Sonntag, 31. August 2008

Text des Grußwortes von Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde,

zunächst möchte ich mich bedanken, dass Sie alle heute sich so zahlreich zu dieser Protestkundgebung hier versammelt haben. Ich bedauere sehr, dass ich aus terminlichen Gründen daran gehindert bin selbst einige Grußworte im Namen des Zentralrats, aber auch ganz persönlich zu Ihnen zu sprechen.

Es ist wahrlich nicht selbstverständlich, dass sich Bürgerinnen und Bürger in unserem Land gegen eine menschenrechtsverachtende Diktatur im Iran und die Kollaborateure in Wirtschaft und Politik hierzulande, zu einer Protestaktion zusammen finden. Das macht Mut und dafür danke ich Ihnen.

Wir sollten uns nichts vormachen: die islamische Republik des Iran hat mit dem Mullah- und Ajatollah-Regime eine fundamentalistische Diktatur verfestigt, die seit ihrer Gründung im April 1979 bis heute unter Staatspräsident Mahmoud Ahmadinedschad, brutal die Menschenrechte des Iranischen Volkes unterdrückt. Dasselbe Regime fördert seit Jahrzehnten den internationalen islamistischen Terror und versucht die islamische Revolution zu globalisieren, um damit nicht zu letzt das selbstinszenierte Propagandagespenst einer vermeintlichen politischen und kulturellen Bedrohung durch den Westen abzuwehren. Das Mullah-Regime kennt keine Skrupel, politische Gegner massenweise und systematisch zu unterdrücken, zu foltern und hinzurichten. Dazu gehören u.a. Journalisten, Lehrer, Juristen, Professoren ebenso wie Studenten, aber auch Christen, Konvertiten und besonders die Baha‘i.

Selbst Minderjährige sind von der Todesstrafe bedroht, Ehebrecherinnen werden gesteinigt. Im laufenden Jahr hat der Iran mindestens 227 Personen hingerichtet, darunter sechs minderjährige Straftäter. Damit ist der Iran, soweit bekannt, das einzige Land weltweit, das 2008 minderjährige StraftäterInnen hingerichtet hat.

Das Parlament der „Islamischen Republik“ lässt keine Vielfalt in der Willensbildung erkennen, denn zugelassen sind nur solche Parteien, die sich rückhaltlos zum schiitischen G‘ttesstaat bekennen. Eine solche Anordnung erinnert fatal an die Parteiengesetzte in kommunistischen Ostblockstaaten.

Nach wie vor werden Frauen im Iran als Bürger zweiter Klasse behandelt. Frauen, so berichtet Amnesty International, können weder Richterinnen werden noch für das Präsidentschaftsamt kandidieren. Bei Heirat, Scheidung, Erbschaften und Sorgerecht haben sie nicht die gleichen Rechte wie Männer; vor Gericht ist die Aussage einer Frau nur halb so viel wert wie die eines Mannes. Wer sich gegen die rechtliche und alltägliche Diskriminierung von Frauen in der iranischen Gesellschaft engagiert, muss mit Haft, Misshandlungen und Schikanen rechnen.

Der iranische Staatspräsident und mit ihm führende Vertreter des Mullah-Regimes, leugnen seit Jahren immer wieder die systematische Entrechtung, Deportation und fabrikmäßige Vernichtung von Millionen europäischer Juden. Dies nicht nur durch Propaganda im Iran, sondern auch auf internationalen Konferenzen und Symposien beispielsweise in Deutschland und bei den Vereinten Nationen. Mit Hilfe der Inszenierung einer internationalen Konferenz von Holocaust-Leugnern versucht er seinen Lügen einen pseudowissenschaftlichen Anschein zu geben. Schließlich fordert er regelmäßig und mit Nachdruck die Vernichtung des UN-Mitgliedsstaates Israel.

Das iranische Nuklearprogramm wurde bereits im Jahre 1985 begonnen und an seinen Zielen bestand trotz Beteuerungen einer friedlichen Nutzungen zu keinem Zeitpunkt ein ernsthafter Zweifel. Das Ziel hochangereichertes Uran zu produzieren und die konsequente Entwicklung von Mittel- und Langstreckenraketen als Träger von Nuklearwaffen sind dabei nur einige, aber wesentliche Fakten. Wer außerdem glaubt, das Bedrohungspotential des Mullah-Regimes richte sich nur gegen die unmittelbare Region des Nahen- und Mittleren-Ostens, oder den Staat Israel und man könne sich in Deutschland bequem zurücklehnen, der irrt sich gewaltig.

Während die iranische Diktatur die eigenen Absichten nicht einmal kaschiert und die systematischen Menschenrechtsverletzungen seit Jahrzehnten bekannt sind, reagiert die Weltgemeinschaft nur träge. Vor allem die fortgesetzte Appeasement-Politik der europäischen Regierungen ermutigt das Mullah-Regime die Staatengemeinschaft gegeneinander auszuspielen.

Deutschland spielt dabei als wichtigster westlicher Handelspartner und Technologierlieferant eine ganz besonders herausragende Rolle. Bis Ende Juli 2008 lagen dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fast 2000 Iran-Geschäfte zur Prüfung vor, dass sind 63 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007. Zu diesen vermeintlichen Exporterfolgen gehört auch der Vertrag über den Bau der drei Anlagen zur Gasverflüssigung durch die Firma Steiner. Als gebürtiger Siegener bin ich mir sehr wohl bewusst, welchen Stellenwert das 100 Millionen Euro Geschäft für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen in dieser strukturschwachen Region hat. Aber mir ist auch bewusst, was dieser Technologietransfer für den Machterhalt der Diktatur im Iran, das fortgesetzte Leiden der Menschen dort und dessen Bedrohung für uns alle bedeutet.

Wer dem Iran modernste Technik liefert, der garantiert den Machterhalt und wird zum Mittäter, ja der macht sich zum Kollaborateur des dortigen Regimes!

Es war Bundeskanzlerin Merkel, die dankenswerter Weise und wohl registriert bei ihrem Besuch in Israel dem israelischen Volk versichert hatte: „Die Bedrohungen, die sie sehen, sind auch unsere.“ Folgerichtig hatte die Kanzlerin weitere Sanktionen gegen den Iran zugesagt. Sie betont stets ihre konsequente und harte Haltung im Kampf gegen das Mullah-Regime und dessen Menschenrechtsverletzungen. Nicht weniger deutlich wurde auch Bundestagspräsident Norbert Lammert bei seinem Besuch in Israel im Februar 2008: „Israels Sicherheit hat die höchste Priorität für die deutsche Politik, sogar vor unseren wirtschaftlichen Interessen in der Region“. Auch Außenminister Steinmeier und mit ihm fast alle zum Thema befragten Politiker sind stets bemüht das Terror-Regime im Iran zu verurteilen und dem Staat Israel die Solidarität zu bekunden.

Angesichts der Rekordumsätze der deutschen Wirtschaft und der sonstigen seit Jahrzehnten bestehenden wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen zum Mullah-Regime muss man sich allerdings fragen, wie ernst die Reden und Zusicherungen der Bundeskanzlerin, des Bundestagspräsidenten und des Bundesaußenministers zu nehmen sind.

Wenn dann auch noch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Hartmut Schauerte (CDU) den Deal der Firma Steiner offensiv und maßgeblich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle forciert, sich auch noch damit brüstet, wie „unangenehm er bei der Genehmigungsbehörde aufgetreten ist, um das Geschäft schließlich zu befördern“, dann verspielt die Bundesregierung jede Glaubwürdigkeit. Dies ist eine schallende Ohrfeige für all diejenigen, die sich in Politik, Kirchen, Justiz, Kultur und Gesellschaft für die Menschenrechte im Iran einsetzen. Die einzig wirksame Konsequenz, um sich vom Vorwurf der Heuchelei und Doppelzüngigkeit zu befreien wäre die unverzügliche Entlassung des Staatssekretärs, Hartmut Schauerte.

Meine Damen und Herren, nicht das iranische Volk ist unser Feind. Wohl aber das Terror-Regime im Iran. Die persische Kultur hat eine 2500jährige Geschichte von großer Bedeutung für die kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der gesamten zivilisierten Welt. Was ist aus dieser weltoffenen und schöpferischen Kultur geworden? Viele Studenten, Frauen- und Journalistenverbände kämpfen mutig für eine Demokratisierung des Iran.

In einer derart brisanten politischen Situation wie wir sie heute angesichts der iranischen Bedrohung vorfinden, sind Zweideutigkeiten und politische Unentschlossenheit ein fatales Signal der Schwäche und damit der erste Schritt zum Untergang. Wenn die Bundesregierung durch zweigleisige Politik und juristische Taschenspielertricks versucht, deutsche Unternehmen aus der Schusslinie zu manöverieren, um hinter einer Fassade der politischen Entrüstung und Lippenbekenntnissen doch fleißig Geschäfte mit dem Mullah-Regime zu ermöglichen, dann ist eine kritische Öffentlichkeit aufgefordert, einer solch scheinheiligen Politik öffentlichkeitswirksam entgegenzutreten.

Nehmen wir sie beim Wort, liebe Freunde! Lassen wir nicht zu, dass die Menschenrechte des iranischen Volkes weiterhin mit Füßen getreten werden, iranische Männer, Frauen und Kinder für ihre Überzeugung oder ihren Glauben unterdrückt, gefoltert und ermordet werden, ein diktatorisches Regime mit seinem Atomprogramm zukünftig zur unkontrollierbaren Gefahr für den Weltfrieden wird.

Wir fordern umfassende d.h. politische und ökonomische Sanktionen gegen das iranische Regime. Hermesbürgschaften sollten nicht nur gesenkt, sondern komplett gestrichen werden. Wir fordern einen Dialog mit der Opposition im Iran, statt eines Hoffierens der Mullahs und Paktierens mit vermeintlich gemäßigten Vertretern des Regimes. Stärken wir diejenigen, die seit Jahrzehnten für eine demokratisch-rechtsstaatlichen Republik Iran kämpfen und machen wir uns nicht länger zu Steigbügelhaltern der Mullahs und ihres Präsidenten Ahmadinedschad, der seine eigene Bevölkerung seit Jahrzehnten unterdrückt und terrorisiert und auf dessen Agenda die Vernichtung des Staates Israel steht. Europa muss mit einer Stimme sprechen und Geschlossenheit demonstrieren, um endlich ernst genommen zu werden. Lassen wir uns nicht länger von Ahmadinedschad und seinem Terrorregime vorführen!!

Es ist höchste Zeit den Worten endlich auch Taten folgen zu lassen!! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Berlin, den 30. August 2008

Donnerstag, 21. August 2008

Aufruf zur Demo und Diskussionsveranstaltung

Keine Geschäfte mit den Mullahs!
Stoppt den Steiner-Deal mit dem Iran!

Aufruf zur Protestkundgebung und Diskussionsveranstaltung am 30.8.2008 in Siegen



Die Siegener Firma Steiner (SPG Steiner-Prematechnik-Gastec GmbH) hat vor einigen Monaten einen 100 Mio. Euro Vertrag über den Bau von drei neuen Anlagen zur Gasverflüssigung im Iran abgeschlossen. Hartmut Schauerte hat sich als Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordneter aus der Region für die Beschleunigung des Geschäftes eingesetzt. Das Geschäft unterläuft so mit Unterstützung eines Regierungsbeamten alle internationalen Bemühungen, das iranische Regime unter Druck zu setzen und von seinem Atomprogramm abzubringen.

Dabei müssen wirtschaftliche Interessen gerade im Fall des Iran zurückstehen. Es darf keine Unterstützung geben für ein Regime, das nach Atomwaffen strebt, den Holocaust leugnet und Israel mit der Vernichtung droht! Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur für Israel eine unberechenbare Gefahr, die unbedingt verhindert werden muss. Zudem ist der Iran eine brutale Diktatur. Systematisch werden Frauen, religiöse und ethnische Minderheiten diskriminiert, Gewerkschaften und politische Opposition werden zerschlagen, die Presse zensiert, Homosexuellen droht die Todesstrafe, Folter und öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Auch außerhalb des Iran finanziert und bewaffnet der Iran islamistische und terroristische Kräfte wie die Hizbollah oder die Hamas.

Während das Regime international durch Sanktionen unter Druck steht, würden die Anlagen der Firma Steiner das iranische Regime ganz direkt stützen, denn der Energiesektor ist seine mit Abstand wichtigste Einnahmequelle und Machtbasis. Deshalb war es auch so wichtig, dass vor kurzem mit TOTAL aus Frankreich und Statoil aus Norwegen zwei Unternehmen aus politischen Gründen von ähnlichen Projekten im Iran zurückgetreten sind.

Dabei ist das Iran-Geschäft von Steiner Beispiel für eine allgemeine Tendenz und Geisteshaltung innerhalb der deutschen Wirtschaft und Politik. Der Handel mit dem Iran weitet sich in diesem Jahr aus anstatt zurückzugehen, Deutschland ist noch immer wichtigster Handelspartner und unersetzbarer Technologielieferant des Iran. Die bestehenden Gesetze und Ausfuhrbestimmungen sind längst nicht ausreichend, um die Unterstützung des Regimes durch deutsche Unternehmen zu unterbinden. Doch gerade dann, wenn noch ernsthaft versucht werden soll, den Iran mit nichtmilitärischen Mitteln von seinem gefährlichen Atomprogramm abzubringen, muss das Regime politisch und wirtschaftlich unter Druck gesetzt werden.


Deshalb: Keine Unterstützung für das islamistische und antisemitische Terrorregime!

· Wir fordern die Fa. Steiner auf, sofort von dem Iran-Geschäft zurückzutreten

· Wir fordern die Bundesregierung auf, gezielte politische und
wirtschaftliche Sanktionen gegen das iranische Regime zu erlassen, und
solche Sanktionen auf internationaler Ebene zu forcieren

· Wir solidarisieren uns mit den oppositionellen Kräften im Iran und Exil, die
gegen die islamische Diktatur und für Menschenrechte, Demokratie,
individuelle Freiheit und Säkularismus im Iran kämpfen



Protestkundgebung am Samstag, 30.8.2008:

Keine Geschäfte mit den Mullahs!
Stoppt den Steiner-Deal mit dem Iran!

15.00 – 17.30 Uhr, Siegen,
Siegplatte an der Fußgängerzone Bahnhofstraße.

Mit einem Grußwort von Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland

Mit Beiträgen von Roger Bückert, Pro-Israel-Initiative "neveragain" (Siegen)

Dr. Kazem Moussavi, Green Party of Iran (Berlin)

Simone Dinah Hartmann, STOP THE BOMB -
Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm (Wien)

Jonathan Weckerle, Mideast Freedom Forum Berlin

BAK Shalom der Linksjugend ['solid]

Alex Feuerherdt, freier Autor (Bonn) (tba.)

Weitere Beiträge und Grußworte werden bald bekannt gegeben.

Diskussionsveranstaltung am Samstag, 30.8.2008:

Das iranische Regime, die Bedrohung Israels
und die deutschen Iran-Geschäfte

19.00 Uhr, Siegen, Siegbergstraße 1 (Gegenüber dem unteren Karstadt-Eingang).

Mit Beiträgen von Roger Bückert (Begrüßung), Dr. Kazem Moussavi, Dr. Stephan Grigat, Simone Dinah Hartmann, Jonathan Weckerle. Moderation: Alex Feuerherdt.

Unterstützer / Aufrufende Gruppen:
Pro-Israel-Initiative "neveragain" (Siegen), STOP THE BOMB - Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm (Wien), Mideast Freedom Forum Berlin, Green Party of Iran (Deutschland), Demokratische Partei Kurdistan-Iran (DPKI), Zionistische Organisation in Deutschland e.V., B'nai B'rith Europe, BAK Shalom der Linksjugend ['solid], WIZO Deutschland e.V. - Women's International Zionist Organisation, European Council of WIZO Federations (ECWF), Honestly-Concerned, Prozionistische Linke Frankfurt, WADI e.V. (Frankfurt), Café Critique (Wien), ILI - I Like Israel e.V. (München), Autonome Antifa Siegen, Internetportal J-Comm Jewish Community (Köln), Jerusalem Zentrum (Berlin), Antifa ON (Innsbruck), take care (Frankfurt), Hamburger Studienbiblothek, Antifa 3D (Duisburg), Anti Nationale Antifa Nürnberg, SPME Deutschland - Scholars for Peace in the Middle East, Suzan Aytekin (Redakteurin, Wien), Bernd Dahlenburg (Evang. Theologe & Redakteur), Deutsch-Israelisches Jugendforum, Arbeitskreis Antisemitismus (München), AK Linke und Nation & AK Antisemitismus der Rosa-Luxemburg-Stiftung… - weitere folgen!

Donnerstag, 31. Juli 2008

Siegerländer Firma Steiner und ihr Deal mit dem Iran

Ausgerechnet eine Meldung der Siegener Zeitung
http://www.siegener-zeitung.de/nachrichten/aktuell/region/siegen/detailansicht/article/95/fluessiggas-dank-steiner-techni.html

gab den Startschuss dafür, dass einmal mehr sowohl die Widersprüchlichkeit Deutscher Politik in der Iran-Frage an einem konkreten Deal als auch die generell mangelnde Solidarität zu Israel als einziger und gedrohten Demokratie im Nahen Osten sichtbar wird.

Aus diesem aktuellen Anlass veröffentichen wir daher hier mit freundlicher Genehmigung die Presseerklärung des "Mideast Freedom Forum Berlin" und verweisen auch auf die Ausführungen von Benjamin Weinthal unter

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/geschaeftstuechtig_bis_zur_vergasung/

NR 1
Presseerklärung: Protest gegen deutsches 100-Millionen-Euro-Geschäft mit dem Iran

Das Mideast Freedom Forum Berlin protestiert gegen die Genehmigung des 100-Millionen-Euro-Geschäftes zwischen der Siegener Firma STEINER (SPG Steiner-Prematechnik-Gastec GmbH) und dem Iran. Die Firma will im Südiran drei neue Gasverflüssigungsanlagen mit einer Tageskapazität je 10.000 Barrel bauen und erhielt dazu vor kurzem die behördliche Genehmigung.

Wie der iranische Regimesender PRESS TV zutreffend berichtet, fiel die Entscheidung "in einem Moment, in dem der Westen, insbesondere die USA Firmen davor warnten, im iranischen Öl- und Gassektor Geschäfte zu machen." (1)

Gerade im Öl- und Erdgassektor, der Haupteinnahmequelle des Iran, ist der Iran besonders auf westliche Technologie angewiesen und somit durch Sanktionen unter Druck zu setzen. Erst vor kurzem hat der Iran durch den Rückzug des französischen Konzerns TOTAL im Bereich der Gasverflüssigungstechnik einen schweren Rückschlag hinnehmen müssen. (2) Einmal mehr zeigt sich, dass Deutschland die westlichen Bemühungen, den Iran ernsthaft unter Druck zu setzen und vor schmerzhafte Entscheidungen zu stellen, unterwandert und nicht vorantreibt. Deutsche Firmen beliefern den Iran mit wichtiger Technologie, ohne dass dieser im Atomstreit, in Menschenrechtsfragen, der Unterstützung des internationalen Terrorismus oder den Drohungen gegen Israel seine Politik ändern muss.

Wie die Siegener Zeitung berichtet (3), hat sich besonders der langjährige Bundestagsabgeordnete Hartmut Schauerte (CDU), derzeit in Bundeskanzlerin Merkels Kabinett parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, lange für das Zustandekommen des Geschäftes bemüht.

In der Erklärung zum 60. Geburtstag Israels schrieb der CDU-Bundesvorstand "Wer den Holocaust leugnet und Israel Vernichtung androht, muss durch die internationale Gemeinschaft isoliert werden. [...] Die CDU tritt deshalb dafür ein, alle Möglichkeiten der internationalen Staatengemeinschaft und Deutschlands auszuschöpfen, den Iran durch diplomatische und wirtschaftliche Sanktionen von einem Atomwaffenprogramm abzuhalten." (4)

Das Steiner-Geschäft zeigt, dass solche Aussagen bislang folgenlos bleiben, dass Sanktionen als Hürden für deutsche Exporte in den Iran betrachtet und bestenfalls dem Buchstaben, nicht aber dem Geiste nach befolgt werden.

In einer Situation, in der das iranische Regime mit Raketentests droht, den vom UN-Sicherheitsrat geforderten Halt der Urananreicherung kategorisch ablehnt und ankündigt, nicht mehr mit der IAEA zu kooperieren, ist das 100-Millionen-Euro-Geschäft der Firma Steiner ein verheerendes Signal, das die iranische Führung nur in ihrem radikalen Kurs bestärkt.

Das MFFB fordert die Bundesregierung deshalb auf, die Genehmigung umgehend zurückzunehmen und stattdessen unilateral wirksame Sanktionen gegen den Iran zu verabschieden und solche Sanktionen zusätzlich auf EU- und UN-Ebene voranzutreiben.


Für Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Mideast Freedom Forum Berlin e.V.